Beispiel Schnellboote der Dt. Kriegsmarine S38 / S68 / S100 / S142 - smt 34

Modellmaßstab 1:50

GFK-Rumpf im Maßstab 1:50: Länge 70 cm, Breite 11 cm, Höhe 11 cm

Der Rumpf hat mit seinem bis über die Kalotte geschlossenen Vorschiff einen sehr hohen Fertigungsgrad, was die Modellbauzeit beträchtlich verkürzt und Ihrem Fahrmodell erhebliche Wasserdichtigkeit verleiht.

Der Schnellboottyp S 38 war 1944 der modernste und leistungsfähigste seiner Art. Die Boote wurden von der Lürssen-Werft entwickelt.

Die hervorragenden Fahrzeuge sind in Rundspant-Bauweise ausgeführt, um sie besonders seetüchtig zu machen. Dieser Vorteil macht sich natürlich auch bei den rasanten Fahreigenschaften des Modells bemerkbar.

Im Rahmen der Weiterentwicklung zum MB 518 wurden die Motoren durch Aufladung auf eine Leistung von 2500 PS und damit die Höchstgeschwindigkeit auf 42 kn erhöht. Mit dieser Motorisierung erweiterte sich der Aktionsraum auf die gesamte Nordsee und Ostsee bis hinauf in den Finnischen Meerbusen.

Die deutschen Schnellboote, die im Zweiten Weltkrieg schließlich eine Länge von etwa 35 m und ein Gewicht von 100 t hatten, erhielten zwei in der Back eingebaute Torpedorohre mit charakteristischen Aussparungen für die Klappen der Torpedorohre. Dazu kamen mehrere leichte Rohrwaffen verschiedenen Kalibers, deren Anzahl während des Krieges laufend zunahm. Ab der mit S 100 beginnenden Bauserie hatten die Boote eine gepanzerte Kalottenbrücke, um zumindest das Brückenpersonal vor der Waffenwirkung von Tieffliegern zu schützen. Der Rumpf war in Komposit-Bauweise mit Spantengerüst aus einer Aluminiumlegierung und mehrlagiger Holzbeplankung (Diagonalkraweel) gebaut.

Diese Schnellboote, von denen über 200 Exemplare zum Einsatz kamen, griffen vor allem nachts die Küstenschifffahrt um die britischen Inseln an, wurden aber auch über Autostraßen und auf Binnenschifffahrtswegen ins Mittelmeer und das Schwarze Meer verlegt.

Die Alliierten nannten die deutschen Schnellboote „E-Boats“, eine Abkürzung für „Enemy-Boats“ (dt.: „Feindboote“). Ab etwa 1943 ging die Hauptlast der Offensive durch Überwasserkräfte auf die Schnellboote über, da die großen Einheiten entweder vernichtet waren, oder nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg operieren konnten. Entsprechend hoch waren die Verluste der Schnellbootfahrer, obwohl sich die Boote selbst als sehr widerstandsfähig erwiesen.

Ein Schnellboot aus dieser Zeit, das ehemalige S 130, war bis in die 1970er Jahre bei der Bundesmarine zu verschiedenen Zwecken im Einsatz und ist nach vielen Umbauten bis heute erhalten geblieben. S 130 befindet sich heute in England in Privatbesitz, wird jedoch vom „British Military Powerboat Trust“ betreut, der verschiedene historische Militärboote besitzt. Dem Trust fehlen derzeit die Mittel zur Restaurierung, darum ist das Boot derzeit nicht zu besichtigen. Es soll aber in Zukunft in einer Ausstellung gezeigt werden.

 

Zurück zu der Auswahl

 

Startseite